Rennrad Tour - Gesellschaftstour
... eine weite Runde nördlich am Ebersberger Forst vorbei - dann den Alpen entgegen

Gesellschaftstour den Alpen entgegen

Tour Länge: 112km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 31 km/h
Höhenmeter: 910 hm
Details zur Tour auf Komoot.de

Auch diese Tour stellt einen vorläufigen Stecken Rekord dar und ist der nächste Schritt zur Vorbereitung auf den Rosenheimer Radmarathon. Inspiriert zu dieser Tour wurde ich durch das Buch "Rennradtouren raus aus München" von Björn Eichelbaum. Die Tour sollte mir durch ein abwechslungsreiches Streckenprofil einen guten Übungseffekt bringen und vor allem verspricht das Buch auch eine schöne Landschaft und herrliche Straßen. Um es vorweg zu nehmen - ich wurde nicht enttäuscht.

Der Ausgangspunkt ist wie immer Baldham Dorf bei Vaterstetten. Der Ebersberger Forst wird an seiner Nordseite umfahren. Die ersten 20 Kilometer führen entlang der Bundesstraße größtenteils über gut ausgebaute Radwege. Spannend wird die Tour wenige Kilometer vor Schützen, wo es von der Bundesstraße ab in Richtung Sankt Christoph geht. Die nur wenig befahrene Straße führt durch weitläufige Felder und die, für diese Gegend typische Hügellandschaft.

Rapsfeld

Sankt Christoph ist ein Bayrisches Idyll. Den besten Blick hat man kurz nachdem man den kleinen Ort durchquert hat. Ein kurzer Halt lohnt immer und man wird mit einem richtigen Postkartenmotiv belohnt.

Sankt Christoph St. Christoph

Über kleine Hügel zieht sich die Straße weiter in Richtung Osten bis bei Kilometerstand 35 es langsam in Richtung Süden den Alpen entgegen geht. Ein stetiges Gefälle lädt zum Tempo machen ein. Schnell vergisst man, dass gerade mal ein Drittel der Tour geschafft ist. Trotzdem sollte man mit offenen Augen durch diese wunderschöne Landschaft radeln. Immer wieder eröffnen sich weitläufige Ausblicke auf das bayrische Hügelland und, wie ein fernes Versprechen, auf die Alpen. Aber nicht nur in der Ferne lauern schöne Motive. Alle paar Kilometer fährt man an den landestypischen "Marterln" vorbei.

Ein Marterl wie es für die Gegend typisch ist.

Die Überquerung des Flüsschens Attel bei Reitberg läutet das Ende des Gefälles ein. Wer alle Körner mit übermäßigem Tempobolzen verschossen hat, wird nun zu knabbern haben, denn es ist der tiefste Punkt der Tour bei Kilometer 45 erreicht. Ein sehr kurzer aber giftiger Anstieg nach Zellerreit lässt den Puls erstmals in die Höhe schießen. Es geht weiter in Richtung Alpen und der Haupttrend ist eher bergauf. Nun gilt es auch die Kräfte einzuteilen, auch wenn herrlich ausgebaute Straßen zum Tempo machen einladen, wie die Straße in Richtung Tuntenhausen.

Straße nach Tuntenhausen Herrlich ausgebaute Landstraße vor Tuntenhausen

Wenn am Horizont der markante Doppelturm der Kirche von Tuntenhausen auftaucht, hat man die Hälfte der Tour schon hinter sich. Ein letztes Mal geht es in Richtung Süden immer die Berge vor den Augen. Die Landschaft wird weitläufiger und immer öfter öffnet sich der Blick auf das sanfte Mangfalltal mit den Bergen als Hintergrund.

Weiter Blick ins Land südlich von Beyharting

Bei Mietraching ist der südlichste Punkt der Tour erreicht. Inzwischen sind von der Tour über 70 Kilometer geschafft. Vorbei am "großen Lauschangriff" wendet sich die Tour nach ein paar Kilometern parallel zur Mangfall wieder in Richtung Norden.

Der grosse Lauschangriff

Der Name Großhöhenrain verspricht eines - Höhenmeter. Und er hält das Versprechen auch. Mit 608 Meter ist auch der zweithöchste Punkt der Tour, nach immerhin 115 Höhenmeter Steigung erreicht. Wohl dem, der noch ein paar Körnchen in der Tasche hat und sich nicht ausgepowert hat. Hügelauf und hügelab geht es nun in Richtung Moosach und auch der letzten Prüfung entgegen. Die Steigung von Moosach in Richtung Zorneding kenne ich inzwischen in- und auswendig, so oft bin ich die schon gefahren. Aber mit 100 Kilometer in den Waden werden die knapp 90 Höhenmeter doch zu einer Herausforderung, die aber schnell vorbei ist. Von nun an gehts bergab. Bald taucht die vertraute Kulisse von Zorneding auf und zeigt das Ende einer schönen Tour an.

Erschöpft aber glücklich beende ich die Tour mit dem Ritual des Abspeicherns und Hochladens nach Komoot.de. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung meines Zieles, die Zahl 200 auf meinem Kilometerzähler zu sehen. Die nächsten Herausforderungen kommen sicher schon sehr bald.


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