Gartensternwarte
Meine Sternwarte

Eine Sternwarte im Garten ist der Traum von vielen Amateurastronomen. Ich konnte mir diesen Traum verwirklichen. Das "Heim" für die Montierung und Teleskope ist eine Schiebedachhütte, die seit 2006 Jahren Wind, Wetter und Stürmen trotzt. Trotzdem kann man das schwere Schiebedach noch immer mit dem kleinen Finger öffnen. Die Sternwarte bietet innen 3x3 Meter Platz. Sicherlich, der Stadtrand Münchens bietet keinen besonders guten Himmel aber dank moderner Filter und guter Kameras kann ich fotografisch tief in den Himmel vordringen.

Teleskope in meiner Sternwarte
Meine Teleskope in der Sternwarte

Zur Zeit habe ich in der Sternwarte vier apochromatische Refraktor Teleskope im Einsatz, natürlich alle von Teleskop-Service. Basis ist die GM3000 HPS von 10Micron, eine wirklich ultimative Montierung. Ich leiste mir den Luxus, zwei große TS 150mm Photoline Apos im Einsatz zu haben, einen für die Beobachtung und einen für Fotografie. Sehr selten bin ich auch mobil unterwegs.

Cirrus Nebel
Cirrus Nebelkomplex im Schwan - Rich-Field Aufnahme

Der Cirrusnebel ist ein Überrest einer Supernova (Sternexplosion), die vor etwa 8000 Jahren stattfand. Seitdem dehnt sich die Explosionswolke aus. Teilweise besteht die Wolke aus rötlichen Nebelteilen die selbst leuchten. Teilweise wird die Wolke angestrahlt und reflektiert das Licht der Sterne.

  • Aufnahmeinstrument: TS 100mm f/5,8 Quadruplet APO
  • Aufnahmekamera: Canon EOS6D Astromodifiziert
  • Belichtungszeit: 11x 5min
  • Bildbearbeitung mit Pix Insight und Photoshop
Herznebel
Melotte 15 im Herznebel

First-Light mit der Atik Horizon Color! Das Zentrum des Herznebels musste dafür herhalten. Zur Zeit versuche ich, trotz der Nähe zu München und der damit verbundenen Himmelsaufhellung, mit Farbkameras zu fotografieren. Zur Unterdrückung des Streulichtes habe ich den IDAS LPS-D2 Nebelfilter verwendet.

  • Aufnahmeteleskop: TS Photoline APO 150mm f/7
  • Aufnahmekamera: Atik Horizon Color CMOS Kamera
  • Belichtungszeit: 11x300 Sekunden
  • Sonstiges: Feldkorrektur mit dem TSFLAT2,5 Flattener, Nachführung mit dem TSOAGM68 Off-Axis-Guider, Bildbearbeitung mit Pix Insight und Photoshop
Bubble Nebel
Bubble Nebel NGC 7635 und M52

Eine schöne Region im Sternbild Cassiopeia .. ein Gasnebel mit spannenden Strukturen, der Bubble Nebel, in dichter Nachbarschaft zum offenen Sternhaufen M52. Diese Region liegt inmitten der Milchstraße. Auf der rechten Bildseite sieht man die Ausläufer einer wesentlich größeren aber lichtschwächeren Nebelregion.

  • Aufnahmeteleskop: TS 100mm f/5.6 Quadruplet APO
  • Aufnahmekamera: Canon EOS6D astromodifiziert
  • Belichtungszeit: 9x300 sek
  • Nebelfilter IDAS LPS D2
Vollmond
Vollmond

Ein stimmungsvoller Mondaufgang mit leichten Schleierwolken davor. Kurz entschlossen packe ich meinen TS86SDQ 86mm Quadruplet Apo raus und mache diesen Schnappschuss. Die Aufnahme ist eine Kombi aus einer kurzen Belichtung um die Details der Mondoberfläche zu sehen und einer längeren Belichtung, um die Wolken festzuhalten.

Aufgenommen habe ich den Mond mit meiner Canon EOS 6D.

Hantelnebel Schnappschuss
Hantelnebel - Schnappschuss

Unsere Nachbarn haben sich mal bei uns auf eine Runde Kniffel eingefunden. Die Kinder sind auch gekommen und die wollten unbedingt einen Blick auf den Mond werfen. Na gut, dachte ich, nach gut einem halben Jahr pause, kann die Sternwarte gut mal Frischluft vertragen. Mond eingestellt im 6″ Photoline Apo von TS und … ahh – wie wunderschön. Die Kinder sind dann bald abgedampft aber jetzt – wo die Sternwarte so schön offen ist, warum nicht mal schnell meine Canon EOS 6D ran schnallen und richtig „quick and dirty“ den planetarischen Nebel M27 aufnehmen.

Wirklich kein Aufwand – ohne Flat, mit kamerainternem Dark – Belichtungszeit 5x 1 Minute – ohne Nachführkontrolle. … Und das ist rausgekommen.

Mondfinsternis Kirchbert
Totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018

Ich wollte die Mondfinsternis gemeinsam mit Tino und Edi einfach nur genießen, also nur Kamera und das gute Sony 16-50mm Tele. Unser avisierter Beobachtungsort – der Gaisberg bei Kirchberg. Und dort warteten wir und warteten … Irgendwann kam mir der Gedanke, uh, der Mond steht ja weit südlich, genau dort, wo sich der verfinsterte Mond befinden sollte, war ein Berg. Also nichts wie alles schnell ins Auto verstauen und ab auf die gegenüberliegende Seite des Tales in Richtung Sonnberg. Immer höher schraubte sich die Straße und plötzlich – der Mond war da, tiefrot und kaum zu sehen. Ab mit dem Auto in die nächste Einfahrt, Fotostativ und Kamera wurden aufgebaut und … anbei das fotografische Ergebnis. Der helle Lichtpunkt rechts unterhalb des Mondes ist übrigens der Planet Mars.